Ein CEO stabilisiert ein Unternehmen erfolgreich.
Kosten runter. Strukturen vereinfacht. Entscheidungen beschleunigt. Performance stabilisiert.
Der Turnaround gelingt.
Und dann?
Dann verändert sich die Aufgabe häufig fundamental.
Plötzlich geht es wieder um Wachstum. Investitionen. Neue Märkte. Neue Fähigkeiten. Vielleicht um Internationalisierung oder den Aufbau eines neuen Geschäftsmodells.
Aber ist der CEO, der das Unternehmen erfolgreich durch den Turnaround geführt hat, automatisch auch der richtige für diese nächste Phase?
Nach mehr als 20 Jahren im Executive Search würde ich sagen:
Diese Frage wird häufig zu spät gestellt.
Nicht, weil der bisherige CEO nicht erfolgreich warm, genau das macht die Diskussion ja gerade so schwierig.
Aber Erfolg ist immer auch im Kontext einer bestimmten Business-Situation entstanden.
Turnaround verlangt häufig Fokus, Konsequenz, Geschwindigkeit und die Fähigkeit, Komplexität zu reduzieren.
Wachstum kann etwas anderes verlangen: Chancen erkennen, investieren, neue Geschäftsfelder entwickeln, Talente aufbauen und einer Organisation wieder mehr unternehmerischen Raum geben.
Natürlich kann ein CEO beides.
Aber vergangener Erfolg allein beantwortet nicht die Frage, ob die Führung auch zur nächsten Phase des Unternehmens passt.
Deshalb würde ich bei der Besetzung oder Bewertung eines CEOs nicht mit dem bisherigen Track Record aufhören.
Mich interessiert vor allem:
Was muss dieses Business als Nächstes erreichen – und welche Führung braucht es genau dafür?

Warum scheitern selbst die besten Turnaround-CEO oft an ihrer Wahrnehmung im Markt?
Es liegt hier weniger an ihren Zahlen. Wer 500M€+ P&L verantwortet hat, im Krisenumfeld 5 bis 10 % Kundenmarge herausholt








