Wie groß ist Ihr Team? Diese Frage kann ein Trojanisches Pferd sein, muss es aber nicht.
In jedem Fall wäre ich vorsichtig mit einer Zahl. Die Frage muss nicht doppeldeutig gemeint sein. Aber das, was der Interviewer wissen will, geht weit über eine Zahl hinaus. Die Frage prüft zwei Dinge gleichzeitig:
a) wie Sie führen und
b) wie Sie verstanden haben, was KI mit Ihrem Team macht.
😉 3 Antworten, die der Interviewer hören möchte:
1. Welchen Einfluss wird KI auf Ihre Teamgröße haben? Ein CFO-Kandidat sagte kürzlich im Interview: 12 Leute im Controlling, 16 im Accounting usw.
Auf die Frage „Wie wird es in 18 Monaten aussehen?“ war er erstmal perplex.
2. Welche Entscheidung haben Sie bereits mit KI-Unterstützung getroffen? Nicht: Wir testen gerade Forecast-Szenarien mit Gemini. Besser: Lieferantenbewertungen in 30 Minuten statt drei Tagen. Belegbar.
3. Wo wird KI falsch entscheiden und wie fangen Sie das ab? KI halluziniert. Sie übernimmt Verzerrungen. Daten klingen überzeugend, auch wenn sie danebenliegen. Wer das in der allgegenwärtigen KI-Euphorie nicht benennen kann, hat KI nicht ernsthaft verstanden.
Niemand muss erklären, wie KI funktioniert. Auch ich spreche mit Informatikern und Experten. (Am überzeugendsten fand ich bisher immer noch „Die Sendung mit der Maus“ zusammen mit meinen Kindern 😊)
Was der Interviewer wissen möchte: Wie führen Sie ein Team, das kleiner wird, aber mehr leistet? Weniger Köpfe, mehr Hebel.
Das verlangt eine andere Führung als Headcount-Verwaltung.
👉 Mein Rat: Bereiten Sie für Ihr nächstes Gespräch eine Antwort auf alle drei Fragen vor. Mit einer echten Entscheidung, die Sie mit KI getroffen haben. Und einem Fall, in dem die KI falsch lag.









