Software verändert CEO-Rollenprofile – und nicht nur die von CEOs

Software Lösungen mit ‚Game Changer-Charakter‘ versprechen häufig erhebliche Effizienz- oder Automatisierungsgewinne. Bei einer Elektronik-Gruppe in PE-Besitz ist ein Ziel, das der neue CEO verfolgen soll, dass KI in den ‚Customer-Facing Functions‘ neben dem Menschen eingesetzt wird, um z.B. Kundenfeedback oder Service-Anfragen automatisiert auszuwerten bzw. Fragen zu beantworten.

In der Praxis können Datenqualität, Integration in Alt-Systeme, Akzeptanz der Nutzer oder Prozesswechsel große Hürden sein. Studien zu Industriegüter/After-Sales-Geschäftsmodellen zeigen, dass zwischen Nachfrage und Angebot in Bezug auf die Mensch/Maschine-Schnittstelle (noch) eine gewaltige Lücke klafft. Doch das wird sich schnell ändern.

Der CEO, den wir in diesem Fall suchen, soll dazu sehr ‚im Bilde‘ sein, eine qualifizierte Meinung und einen Track-Record in der Frage haben: Welche Funktion übernimmt künftig die Software im Unternehmen?

Der Investor, den wir in Bezug auf den Kandidaten-Typus beraten, muss sich im Klaren sein: Wie ist der Daten- und Prozessstand heute? Welche Abhängigkeiten bestehen? Was ist in der Haltedauer des Investmens sinnvoll und machbar?

Für CEOs ändert sich aufgrund der immensen Potenz der Software das Rollenprofil. Er oder sie braucht ein Mindestverständnis für:

– Architektur und Integration von Software (z. B. Cloud, Datenplattform, KI-Bereitstellung)

– IT-Liefergeschwindigkeit (oftmals iterative Umsetzung statt Big Bang)

– Anbieter- und Beratermanagement: Welche Versprechen lassen sich messen? Welche KPIs definieren wir für Erfolg?

– Veränderungs- und Risikomanagement für die gesamte Organisation, nicht nur die Stellen, die direkt mit der ‚Maschine‘ interagieren.

TALENTspy sucht ‚Future-Ready‘ CEOs. Hierbei ist wichtig: Software bestimmt künftig Transformation, Innovation und Value Creation. Dies betrifft gleichermassen Private Equity, KMUs und auch Family Offices. Nahezu jedes Geschäftsmodell ist davon betroffen.

Welche charakteristischen Eigenschaften – oder Schwächen von Führungskräften sehen Sie/seht Ihr in Bezug auf das richtige Handling von Software mit hohen KI-Anteilen?

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Melanie Kleemann

Mit dreifacher internationaler Vorstandserfahrung, unter anderem für die IKEA Group, Vorwerk International und die Peek & Cloppenburg Gruppe, blickt Melanie Kleemann auf eine umfassende Karriere entlang der gesamten Value Chain zurück. Ihr Herzstück und ihre Leidenschaft lagen dabei seit jeher in den Bereichen kommerzielles Wachstum sowie (digitale) Transformation.

Ihre internationale Führungskompetenz wurde maßgeblich durch globale Rollen und mehrjährige Auslandsaufenthalte in Schweden und der Schweiz geprägt.

Melanie ist Partner bei TALENTspy und verantwortet die Bereiche Commercial Excellence, Consumer&Retail, Private Equity. Mit feinem Gespür für Markt-Dynamiken und exklusivem Zugang zu Spitzenkräften unterstützt sie Corporate-Entscheider, Private-Equity-Investoren, Gesellschafter und Aufsichtsräte dabei, kritische Schlüsselpositionen diskret, treffsicher und mit nachhaltigem Wertzuwachs zu besetzen.