Was ist denn ein CFO+ ???
Die Definition variiert je nach Investor und Personalberater. Im Kern handelt es sich um einen CFO mit besonderer Expertise – oft eine Metapher für einen Finanzchef mit Restrukturierungserfahrung.
Doch was genau bedeutet das: Operative oder finanzielle Restrukturierung?
Auch das ist Definitionssache.
Manche CFOs verfügen über umfangreiche Erfahrung im ‚Right-Sizing‘: Sie straffen unprofitabile Produktlinien, reduzieren den ‚Manufacturing-Footprint‘ und optimieren Prozesse usw. Andere sind stärker in der Umstrukturierung der Passivseite der Bilanz. Und dann gibt es diejenigen, die beides beherrschen. Ich halte es für keine gute Idee, das für sich zu reklamieren, wenn man nicht einen nachweisbaren Track Record in beiden Themen hat.
Theoretisch kann diese Rolle auch ein/e Chief Restructuring Officer (CRO) übernehmen (die ebenfalls ihre Schwerpunkte haben). Der/die CRO ist jedoch meist eine temporäre Position, die sowohl den CEO als auch den CFO herausfordert – manchmal bewusst. Diese Abstimmung in der Krise erfordert ein hohes Maß an Nerven, Vertrauen und Kollegialität, was nicht immer gegeben ist. Daher ziehen manche Investoren einen CRO nicht in Betracht. Der/die ‚CFO+‘ hat den Vorteil, eine meist dauerhafte Rolle zu besetzen. Er kann und muss nachhaltig wirken, während der CRO oft weniger Rücksicht auf Befindlichkeiten nehmen muss, da seine Position oft temporär ist.
Entscheidend ist die Ausgangslage des Unternehmens. Personalberater sollten nicht sofort mit einem Potpourri an Kandidaten beginnen, sondern zunächst das Geschäftsmodell und die spezifischen Herausforderungen verstehen.
Das ist nicht immer einfach!
Oft offenbaren sich die Probleme der Firma erst im Laufe der Suche. Wo Menschen im Spiel sind, ‚menschelt‘ es. Und nicht jeder Auftraggeber legt bei einer beginnenden Suche alle Probleme offen auf den Tisch. Hier ist Feingefühl gefragt. Wichtig ist, dass der richtige Kanditatentypus gefunden wird: die Bandbreite reicht von ‚Durchsetzungstarker Einzelkämpfer‘ bis hin zu ‚Sparringspartner für den/die CEO‘. Wir pflegen die Beziehungen zu diesen Kandidaten seit Jahren, unabhängig vom aktuellen Bedarf – dies ist Teil der TALENTspy-DNA.
Was für Erfahrungen haben Sie mit dieser Problemstellung?
Oder haben Sie schon einmal erlebt, dass man das Pferd im Fluss wechseln muss?