Stellen Sie sich mal vor, 1979 hätte es LinkedIn gegeben. Und einer hätte geschrieben: GRUNDIG auf absehbare Zeit insolvent – Wettbewerbsvorteile bald Null.
Wie hätten Sie reagiert? Ich habe neulich nochmal seine Geschichte gelesen. Unglaublich. Es hat mich echt erschüttert. Ich hätte 1979 gesagt: Blödsinn. Wichtigtuer.
Und genau so eine subjektive Unmöglichkeit ist das mit der CFO-Funktion, auch anderen Funktionen im Unternehmen.
Folgende belegbare Fälle, die eine Richtung aufzeigen, wohin die Reise geht:
– Die BigFour automatisieren mit Milliarden ihr eigenes Kerngeschäft
– JP Morgan hat seine ‚LLM-Suite‘ an über 140.000 Mitarbeiter ausgerollt
– Amazon schrumpft nach eigenen Aussagen die ‚White-Collar‘ Belegschaft massiv, darunter auch die Finanz-Funktionen
Googeln Sie mal nach: Dukaan E-commerce oder: Blue Focus Marketing mit dem Zusatz: Ersatz von Mitarbeitern durch KI.
Die LinkedIn Text-Beschränkung und -Aufmerksamkeitsspanne lassen eine weitere Ausführung nicht zu. Das können Sie problemlos mit ChatGPT & Co. machen.
Natürlich ist das Eingangsstatement überzogen. Bevor Sie es in die Kommentare schreiben: Klarna hat schon zurückgerudert.
Außerdem gäbe es gravierende Nachteile und Risiken:
⚠️Verletzung des Vier Augen Prinzips
⚠️Prüfungs- und Haftungsrisiken en masse
⚠️Scheingenauigkeit
⚠️ Kognitive Engpässe, absurder Workload und Klumpenrisiken
⚠️Enorme Abhängigkeit von Einzelpersonen
⚠️Zerstörung der Nachwuchspipeline
Aber:
– man kann jetzt schon pro Funktionsbereich sagen, wie hoch das Automatisierungspotential sein wird: Accounting, Controlling, Finanzierung, M&A und andere (übrigens mit abnehmendem Ausmaß).
Und: Firmen mit gewachsenen Systemen und einer Legacy werden sich schwerer tun als Start-Ups.
– da die Datenkonsolidierung und Forecasts künftig in Echtzeit vorliegen werden, verschiebt sich die Aufgabe noch mehr in Richtung: Szenario-Entscheider
– Datenarchitektur Entscheidungen werden nicht mehr in IT Abteilungen gefällt, der/die CFO muss blueprints dazu im Kopf haben
– Orchestrierungs-Kompetenz wird ein Top Thema: welchen Systemen, welchen Aussagen kann man trauen, ab wann übernimmt der Mensch?
– Datenhygiene und Schnittstellen werden enorm wichtig und sofort Chefsache
– Halluzinations- und Bias-Erkennung wird wichtig
– Die Beziehungsarbeit zu allen Stakeholdern wird enorm wichtig, überall dort wo Mensch-/Maschine Schnittstellen sitzen/ die sich im Moment ständig verschieben
– all das verändert auch unsere Arbeit als Personalberater, jetzt schon die Art, wie wir auswählen und interviewen
Am Ende müssen Sie ihrer ‚KI‘ trauen und dafür einstehen. Das ist auch in Situationen der Unsicherheit nicht immer ein Zuckerschlecken.
Hinweis: dieser Text ist nicht von der KI geschrieben. Kleinere Fehler bitte ich zu entschuldigen. Die Idee kommt aus Interviews, die wir mit Investoren, CEOs, CFOs und anderen Stakeholdern führen.