Die Skalierung um jeden Preis ist kein Fortschritt. Es ist oft nur sehr teure Eitelkeit.
Jahre zurück hatten wir eine Phase bei TALENTspy, da war alles auf Wachstum getrimmt.
Ich wollte von allem mehr:
↗ mehr Mandate.
↗ mehr Umsatz.
↗ mehr Länder in DACH.
Auf dem Papier sah das auch ziemlich stark aus und ich war mächtig stolz auf die Zahlen.
Und ehrlich gesagt auch auf das Bild nach außen.
Zurückblickend sehe ich heute sehr klar: Ein Teil davon war gesundes Wachstum.
Ein großer Teil war Eitelkeit.
Ich habe damals auf andere Kennzahlen geschaut als heute.
Damals haben mich begeistert:
➽ Umsatzkurven, die steil nach oben gingen
➽ neue Standorte und Märkte
➽ immer mehr parallel laufende Projekte
Das sah nach Skalierung aus. Aber innen drin fühlte es sich oft nicht gut an.
Ich habe erste Signale übersehen:
↘ Teamenergie ging runter
↘ Entscheidungen wurden langsamer
↘ Abstimmungen wurden mehr
↘ ich entfernte mich immer weiter von Umsatz und Kunden
↘ und ich hatte immer weniger echte Ruhe
Wir sind schnell gewachsen. Aber deshalb sind wir sind nicht überall besser geworden.
Ich habe in dieser Zeit gemerkt:
Geschwindigkeit ist einer unserer wichtigsten USPs.
Aber Größe ist der Killer von Geschwindigkeit.
Sie entsteht durch ein kleines, kompetentes, wendiges Team.
✔️ Durch direkte Kommunikation.
✔️ Durch schnelle Entscheidungen.
✔️ Durch Fokus.
Heute schaue ich auf andere Kennzahlen.
Wichtiger als Skalierung ist für mich:
– Energie im Team
– Klarheit in der Führung
– Entscheidungsgeschwindigkeit im Alltag
– meine eigene Balance zwischen Work und Life
Wenn diese Punkte stimmen, wächst das Geschäft fast automatisch.
Und es fühlt sich gesund an und nicht wie ein permanenter Dauer-Sprint.
Heute bin ich froh, das damals für mich erkannt zu haben, dass ich kein Unternehmen will, das nur groß aussieht.
Dadurch konnte ich noch rechtzeitig die Weichen stellen für ein Unternehmen, das schnell, präzise und wirksam für unsere Kunden und Kandidaten arbeitet.
Mit Menschen, die Energie geben, nicht Energie verlieren.