Value Creation im Private Equity

Wenige Themen werden im Bereich Private Equity so kontinuierlich diskutiert wie die geeignete Methode zur Wertsteigerung von Direktinvestitionen für den jeweiligen Fonds. Wir beraten Fonds bezüglich Kandidatentypen, Organisationsmodellen und -prozessen und sind immer wieder erstaunt darüber, wie selbst erfahrene Profis in diesem Bereich mit dem Thema ringen. Unabhängig von der gesellschaftsrechtlichen/steuerlichen Perspektive liegt das vor allem daran, dass es keine ideale Lösung gibt.


Bei der Wahl des ‚richtigen‘ Modells gilt es, Folgendes zu bedenken:

Es gibt verschiedene Modelle, deren Eignung je nach Kultur des jeweiligen Fonds, der Investitionsphase und den Rollen der Partner/Direktoren unterschiedlich sein kann.
Sie sollten je nach Situation ausgewählt und angepasst werden.
Mittlerweile spielen Querschnittsthemen wie Digitalisierung, ESG und Pricing über alle Assets hinweg eine zunehmende Rolle.
Deal-Manager verfügen selten über operative Kenntnisse; oft müssen sie sich auf die Informationen des operativen Managements verlassen.
Viele Aspekte lassen sich nicht allein durch Kennzahlen erschließen. Investoren rätseln oft darüber, warum bestimmte Prozesse so lange dauern oder warum kein Fortschritt erkennbar ist.
Viele Führungskräfte mit operativer Erfahrung auf Holding-Ebene haben dagegen nicht ausreichende Erfahrung im Financial Modeling und bei der Durchführung von Akquisitionen, Erweiterungen oder Exits.
Viele Senior Advisor haben kein Zeitbudget für intensive Detailarbeit oder können Chancen und Risiken der Digitalisierung, des E-Commerce oder des digitalen Marketings nicht angemessen einschätzen.
Den Allrounder, der alles kann, gibt es nicht. Es gibt zwar seltene Ausnahmen, die jedoch nicht reproduzierbar sind.
Die Unternehmenskultur der Private-Equity-Holding spielt eine viel bedeutendere Rolle, als man denkt.

Es handelt sich um ein Feld mit zahlreichen konkurrierenden Zielen und verschiedenen Lösungsansätzen.

In den kommenden Beiträgen möchten wir auf die unterschiedlichen Modelle, ihre Vor- und Nachteile sowie verfügbare Kandidaten eingehen. Dabei konzentrieren wir uns ausschließlich auf die organisatorischen, prozessualen und personalbezogenen Aspekte des Themas und lassen steuerliche Aspekte außer Acht.

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Melanie Kleemann

Mit dreifacher internationaler Vorstandserfahrung, unter anderem für die IKEA Group, Vorwerk International und die Peek & Cloppenburg Gruppe, blickt Melanie Kleemann auf eine umfassende Karriere entlang der gesamten Value Chain zurück. Ihr Herzstück und ihre Leidenschaft lagen dabei seit jeher in den Bereichen kommerzielles Wachstum sowie (digitale) Transformation.

Ihre internationale Führungskompetenz wurde maßgeblich durch globale Rollen und mehrjährige Auslandsaufenthalte in Schweden und der Schweiz geprägt.

Melanie ist Partner bei TALENTspy und verantwortet die Bereiche Commercial Excellence, Consumer&Retail, Private Equity. Mit feinem Gespür für Markt-Dynamiken und exklusivem Zugang zu Spitzenkräften unterstützt sie Corporate-Entscheider, Private-Equity-Investoren, Gesellschafter und Aufsichtsräte dabei, kritische Schlüsselpositionen diskret, treffsicher und mit nachhaltigem Wertzuwachs zu besetzen.